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Muschelhaufen
2005 (Nr. 45)
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Ursula Prause: |
Nicht ins Leere geschrieben. Werner Helwig im Spiegel seiner Briefe
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Werner Helwig: |
Briefe,
herausgegeben von Ursula Prause, an |
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Hans-Chr. Kirsch: |
Nur
zwei Mappen mit Feuilletons |
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Erik Martin / Ursula
Prause: |
Überarbeitete Bibliographie Werner Helwig |
In
der neuen Ausgabe finden Sie ferner zahlreiche
Erzählungen, Essays,
Berichte sowie Kurzprosa:
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Theo Breuer |
Berg-
und Talfahrt: Deutschsprachige |
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Daria Einbacher |
Unsere
Geschichten bis dahin |
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Stefanie Golisch |
Unglückliche
Begebenheiten |
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Karl Harshbarger |
Feuerwerkskörper (Eine längere Erzählung; |
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Manfred Hausin |
Liebe, Schnaps, Tod – Hein Hoop (Eine Erinnerung an den Narren von Eiderstedt) |
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Peter Klusen |
Zwölf
Gebote für Globalisierer (Dazu die |
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Birgit v. d. Leeden |
Humus |
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Martin Lersch |
Denk
ich an Jules Verne, denk ich an |
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Renate Neumann |
Nasentanz |
Zum
Schluss vier recht unterschiedliche und sehr lesenswerte Erzählungen:
Heike Prassel: „Luftholen“
Eva Gabriele Rex: „Pawel Felixowitsch, Berlin“
Anna Sayn-Wittgenstein: „Was von Momi übrig blieb“ *)
Reinhard
Stöckel: „Boldt
*) Mein augenblicklicher „Favorit“, während ich diese Website schreibe.
Ein zweiter Sonderteil, herausgegeben von Moritz Schramm
(Kopenhagen), macht Sie bekannt mit der
Literatur aus Grönland
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Moritz Schramm |
Suche nach Identität. Zur grönländischen Gegenwartsliteratur |
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Kelly Berthelsen |
Die Treppen (Eine Parabel) |
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Jørgen Daorana |
Ich erinnere mich (Lyrik) |
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Jens Geisler |
Iamaaq (Lyrik, sehr grönländisch) |
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Aron von Kangeq |
Alte Holzschnitte (von 1860) |
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Jessie Kleemann |
Drei Gedichte (grönländisch/deutsch) |
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Ole Korneliussen |
Wenn Schnee fällt, während die Sonne scheint (Erzählung. Unbedingt lesen!) |
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Aqqalik Lynge |
Die Musik hört leise auf und die Farben erstarren (Gedicht, gewidmet „Dem Multikünstler Jens Leibhardt“) |
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Hans Anthon Lynge |
Direkt um die Ecke (Betrachtungen zur grönländischen Identität, zum heutigen und früheren Grönland) |
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Adam Nielsen |
Zukunft (Gedicht) |
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Mâliâraq Vebæk |
Sehnsucht (Gedicht) |
Die Ausgabe Nr. 45 enthält Lyrik
u. a. von
Holger Benkel (blau / monde), Manfred Enzensperger (rondo), Marjana Gaponenko (Die Muschel), Marianne Glaßer, Christian Hartung (Stadtansichten), Manfred Hausin (Daß wir so lang leben dürfen), Hein Hoop (Hommage an Carl Michael Bellman), Axel Kutsch (Ikarus fährt Omnibus u.a.), Joanna Lisiak, Vera Milena Meyer (Das sang ein Teufel), Helmut Schmelmer, Iris Schröder (september), Herbert Sleegers (Lesen Sie hier >> Die Großmutter), Kurt F. Svatek (Im Glashaus), Jan Wagner (anomalien), Ron Winkler (Atlas der Stiche), Christa Wißkirchen (Wohnte Scarlatti am Meer?)
Und die Kunst:
Es gibt einen Holzschnitt von Felix Droese, den farbigen Umschlag (Monotypie) gestaltete K.A. Janßen, die Kunstbeilage stammt von Dieter Meul und den eingeklebten Farbholzschnitt (diverse Motive) fertigte eigens für diese Ausgabe Maria Schmelzer an.
Eindrucksvoll sind
die Fotografien von Vladimir Rolov (>> Beispiel).
Ferner enthält die Ausgabe Bilder von
Hein
Hoop (Illustration),
Peter Klusen (Cartoons), Mark Krause (Zeichnung),
Martin Lersch (6 Seiten Zeichnungen zur Jules-Verne-Ausstellung;
Illustrationen), Stephan Rodriguez (Zeichnungen), Markus
Spiwoks (Fotografien), Karl Josef Striebe (Holzschnitte),
Dieter Süverkrüp (Zeichnungen. Ja genau, von dem Liedermacher),
Hans-Georg Wagner (Illustration).
Wie in jeder Ausgabe:
Zahlreiche Rezensionen von Friedhelm Schmitz sowie das Echo
Aus einigen der zahlreichen Leserbriefe zu
dieser Ausgabe:
Die beiden Sonderteile haben mich erfreut. Sehr erhellend
die Briefe Helwigs, Einblick gewährend in die Person, die hinter einem Werk
steht. Für mich ein wesentlicher Aspekt zu dessen Verständnis. Eine
Bereicherung auch der Überblick über die grönländische Literatur. Gerne hätte
ich mehr zweisprachige Beiträge gehabt. Ich finde es immer schön, Lyrik auch
in ihrer Originalsprache lesen zu können.
Dieter
Werner
*
der „Muschelhaufen“ wird sicher zu recht als eine
der anspruchsvollsten und kultiviertesten deutschsprachigen
literaturzeitschriften betrachtet. man spürt, daß die beiträge jenseits
hektischer zeitgeistbetriebsamkeit mit muße und sorgfalt ausgewählt sind. und
dem entspricht auch die gestaltung.
holger
benkel
*
Vor gut 20 Jahren saß ich in Leipzig am Deutschen
Platz 1, mit einem „Gilftschein“ ausgestattet, der es mir erlaubte,
Unerhörtes und Unerlaubtes zu lesen. Vor mir ein Häuflein
Literaturzeitschriften aus Westdeutschland. Dabei der Muschelhaufen. Heute
wohne ich 10 Fußminuten von der „Deutschen Bücherei“ entfernt, und den
Muschelhaufen muss ich nicht mehr im Giftzimmer lesen.
Dieter
Kalka
*
Ein immer wieder interessantes Durcheinander macht
den Muschelhaufen aus. Man muss sich mehrere Tage Zeit nehmen für die
Jahresschrift, denn obwohl das Layout immer besser und klarer wird, hält sich
der Charakter der privatesten literarischen Fundsammlung.
Erik Martin häuft disparateste Zusammenstellungen
von formal extrem unterschiedlichen Texten, Grafiken und Fotos an, und er
pflegt alte Kontakte, so dass diverse exotische Sonderteile (Grönland,
Erinnerungen (sehr interessant die Briefe des resignierenden Helwig),
Bibliographien, Eigenwerbungen, Rezensionen, Leserbriefe und Cartoons das
pickepacke Heft überborden lassen.
Kurz: Die Formlosigkeit des Muschelhaufens wird
dadurch aufgefangen, dass es eben so viel zu sehen gibt, die Not ist die
Tugend und der Zeitschriftentitel Programm.
AM
ERKER
*
Im Band für 2005 werden Perlenfischer allerdings
besonders fündig – vor allem, wenn sie sich mit Lyrik beschäftigen. Die
Dichter dichten wieder, und das auf einem hohen Niveau, lautet das
erfreuliche Fazit. Witzig-Hintergründiges trägt Axel Kutsch bei, und auch die
Verse seiner Kollegen wirken nicht wie mit bedeutungsschweren Hämmern
geschmiedet. Leicht und funkelnd sind die Wörter aneinandergereiht – wie bei
einer Perlenkette eben.
Glanzpunkte setzt Vladimir Rolov mit seinen Fotos
aus dem russischen Alltag. Jeder der Schnappschüsse erzählt Geschichten – es
lohnt sich, die Bilder von den ausdrucksstarken Gesichtern bis zu den kleinen
Details im Hintergrund genau zu betrachten.
WESTDEUTSCHE
ZEITUNG
*
Ich war sehr berührt von dem Beitrag von Daria
Einbacher „Unsere Geschichten bis dahin“. Diese „südliche“ Stimmung –
melancholisch, expressionistisch, sehnsuchtsvoll, mit einem Anklang von
traurigem Abschiednehmen – ist unglaublich wirkungsvoll.
Jürgen
Ecken
*
Einige Highlights. Der Helwig-Teil: so etwas
Lebendiges wie diese Briefe: man kann gar nicht aufhören zu lesen, vor allem
wenn man die meisten der Briefpartner aus anderen Zusammenhängen kennt.
Ähnlich erging es mir mit dem Essay von Theo
Breuer – man beißt sich fest an dem temperamentvollen und höchst amüsanten
Beitrag: liest sich wie ein persönlicher Brief – den liest man ja auch in
einem Zug weg, wenn er so super daherkommt. Das muss ja wirklich ein
Readaholic sein, wie er im Buche steht (in welchem?)
Irmgard
Oberthür
*
Am meisten haben mich natürlich die Helwig-Briefe
interessiert. Es war mir, als wäre der Mann aus dem Grab gestiegen und zeigte
sich noch einmal den alten Freunden. Ich kam zu Helwig über mein Buch „Begegnung
mit Hans Henny Jahnn. Aufzeichnungen 1951-1955“. Ich hatte ihm das Manuskript
zugeschickt mit der Bitte, die darin enthaltenen Äußerungen über ihn zu
prüfen. Helwig verlangte nur die Streichung einer Stelle, wo Jahnn behauptet,
er habe Helwig noch im Knabenalter „aus dem Sumpf gerettet“. Helwig nannte
diese Behauptung eine Lüge. Ich kam seinem Wunsch nach und strich die Stelle.
Richard
Anders
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Vorderseite des Umschlags, gestaltet von K.A. Janßen
(Das gesamte Umschlagbild umfasst Rücken, Rückseite und die beiden Klappen.)
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